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Montag, 20. März 2017

GEISTER


Habt ihr schon einmal überlegt, wie viele Leben ungeboren und ungelebt wir während unseres Lebens hinter uns lassen? Wie viele Möglichkeiten und Abzweigungen wir zu Gunsten anderer Wege links liegen lassen, gänzlich ungelebt und voller weiterer Weggabelungen, an die wir gar nicht erst jemals gelangen werden? Wie anders wir sein könnten, wenn wir die Ubahn gestern Abend doch noch bekommen hätten, vor 3 Monaten nicht verschlafen hätten oder uns nicht spontan entschieden hätten in diesem einen bestimmten Café einen Kaffee trinken zu gehen? Wenn, wenn, wenn... Es sprengt meinen Kopf, wie vielschichtig mein Leben ist und was für eine winzig dünne Schicht mein eigentliches, echtes Leben nur repräsentiert. Es ist als würden wir Geister mit uns schleppen, Geister unserer Selbst, Geister unserer tausend toten Leben.




Kommentare:

  1. Ja. Ohje, das ist identisch mit meinen Gedanken. Wenn man sich vorstellt, dass in jedem Moment, in dem du eine Variante lebst, also einen Weg einschlägst, in Paralleluniversen genau die jeweils andere Option (bzw Optionen) ausgelebt wird, dann ist das ziemlich kopfzerplatzend, aber sehr spannend. Es gäbe eben unendlich viele Universen, da in jeder Sekunde, in der die kleinste Entscheidung gefällt wird, ein Neues entspringt und eine Abspaltung in diesem Moment deines Ichs sich anders entwickelt.. warum sollte das nicht möglich sein?

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