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Freitag, 7. April 2017

DRIP DROP

"Sometimes a heart must bleed.
Even the freest, purest and happiest of hearts must from time to time slowly fill up the ribcage with the blood of suffering, dripping from little slashes in the flesh.


It is okay. Make yourself a tea and mend your heart. "


Montag, 20. März 2017

GEISTER


Habt ihr schon einmal überlegt, wie viele Leben ungeboren und ungelebt wir während unseres Lebens hinter uns lassen? Wie viele Möglichkeiten und Abzweigungen wir zu Gunsten anderer Wege links liegen lassen, gänzlich ungelebt und voller weiterer Weggabelungen, an die wir gar nicht erst jemals gelangen werden? Wie anders wir sein könnten, wenn wir die Ubahn gestern Abend doch noch bekommen hätten, vor 3 Monaten nicht verschlafen hätten oder uns nicht spontan entschieden hätten in diesem einen bestimmten Café einen Kaffee trinken zu gehen? Wenn, wenn, wenn... Es sprengt meinen Kopf, wie vielschichtig mein Leben ist und was für eine winzig dünne Schicht mein eigentliches, echtes Leben nur repräsentiert. Es ist als würden wir Geister mit uns schleppen, Geister unserer Selbst, Geister unserer tausend toten Leben.




Sonntag, 12. März 2017

ERINNERUNG

Ich vermisse es durch die ewig weiten Berge zu wandern mit meinem grünen Rucksack auf dem Rücken. Ich vermisse es abends einen Schlafplatz zu suchen und unter dem Sternenhimmel einzuschlafen, am besten mit einem Froschkonzert im Hintergrund. Das Letzte, was man jeden Tag sieht ist der weite Himmel, der sich wie eine Glasglocke mit tausenden kleinen ausgestanzten Löchern über deine Welt stülpt. Der Himmel ist wie ein Sieb, denkst du jeden Abend und die Welt fühlt sich an wie eine Schneekugel. Ihr seid winzig zwischen diesen Bergriesen, aber noch nie war Kleinsein so wunderbar.

Erinnerung an Wochen des Reisens





Montag, 6. März 2017

ZUR HEIMAT ERKOR ICH MIR DIE LIEBE

Es ist nicht meins, doch will ich es mit euch teilen, da ich es so lieb habe. 


Ausgesetzt 
in einer Barke von Nacht 
trieb ich 
und trieb an ein Ufer. 

An Wolken lehnte ich gegen den Regen. 
An Sandhügel gegen den wütenden Wind. 
Auf nichts war Verlaß. 
Nur auf Wunder. 

Ich aß die grünenden Früchte der Sehnsucht, 
trank von dem Wasser, das dürsten macht. 
Ein Fremdling, stumm vor unerschlossenen Zonen, 
fror ich mich durch die finsteren Jahre. 

Zur Heimat erkor ich mir die Liebe.

Samstag, 4. März 2017

ZEICHEN

Warte darauf, dass ein Zeichen deine Stirn und dein Gesicht erhellen möge.
Irgendwessen Gesicht.
Wenn ich es sehe, dann wird es kein Halten geben, darf es das nicht geben. Dein Zeichen wird mein Herz so öffnen, wie es selten aufgerissen wird, seine Strahlen werden es durchleuchten und erhellen ohne mein Zutun.
Doch bis dahin muss ich weiterschreiten auf meinem Weg, denn du liegst in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit, muss geduldig sein, auch wenn mein Weg mir manchmal so schwer erscheint.
Eines Tages wirst du ihn kreuzen, egal in welcher Form und wann.
Noch bin ich jung und naiv genug zum Einsamsein, Hoffen und Glauben.

Montag, 19. Dezember 2016

KEIN TITEL

Dein Leben soll also ein Fest sein, mein Kind,
Doch wer soll denn auf dein Fest kommen,
Wenn alle auf ihrem eigenen sind
Und einsam Champagner und Kindersekt schlürfen,
Gelangweilt und beschwipst vom eigenen Kummer
Warten sie, wartet ihr, warten wir,
Ach du kleiner Engel, du wartest zu viel.
Leere deinen Orangensaft auf ex,
Ganz mutig in einem großen Schluck,
Unheimlich, wie dein Herz dabei rast,
Richte deinen Halo zurecht
Und flieg,
Es gibt so viele Büffets, die du leeressen wirst.

Dienstag, 29. November 2016

ERSTE FLUGVERSUCHE

In letzter Zeit verfluche ich manchmal die Intensität mit der ich so viele Dinge im Leben empfinde, sie kann der Seele doch sehr zur Last fallen. Ich wünschte, dass sie ein wenig abgeschwächt werden könnte, denn sie überfordert und überreizt meine Seele zuweilen. Zu viel Schönes, Liebens- und Bewunderswertes, zu viel Fremdes oder sogar Ablehnendes. Meine Seele wabert von einem Überforderungszustand in den nächsten, nur weil sie so weit geöffnet ist. Nie schlägt sie schützend ihre Flüge um sich wie einen warmen Mantel, immer spannt sie sie aus, als wolle sie sich im nächsten Moment in die Lüfte erheben, als warte sie nur auf den passenden Windstoß, der sie doch gewiss eines Tages erreichen würde und sie mit Macht in die Lüfte reißt. Denn man wird doch nur eines Tages fliegen, wenn man die Flügel weit ausbreitet und wartet oder? Doch wird sie jemals etwas zum Fliegen bringen, meine kleine Seele? Manchmal spüre ich wie sie schon erwartungsvoll auf den Zehenspitzen steht, den Wind von unten zu spüren denkt und sich schon frei im Himmel fliegen sieht. Doch sie fliegt nicht, sie kommt immer zum Erdboden zurück, Enttäuschungen oder Schmerz ziehen sie zurück, da auch diese ihr so gewaltig und intensiv vorkommen, ebenso wie Glück oder Freude.

Meine arme, kleine Seele, so sehr sehnt sie sich danach zu fliegen.

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©Karla Laitko. Powered by Blogger.